#VOTD: We are #WomenNotObjects!

„Sex sells!“ – Diese äußerst scharfsinnige Weisheit bekamen wohl schon unsere liebsten Großmuttis – damals noch in vergleichsweise züchtigen Posen und Fummeln – bis zum Erbrechen um die Öhrchen geklatscht. Dicke Titten und ein praller Arsch verkaufen sich in einer Gesellschaft, in der Feminismus nur all zu gern belächelt wird – nicht zuletzt weil er sich leider noch immer wieder selbst untergräbt – und Alltagssexismus erst dann ein Thema wird, wenn sich ein Hundertmann-Mob am Kölner Bahnhof zusammenrottet, um fröhlich die Frolleins zu begrapschen, eben immer noch am Besten. Und die Medien werden nicht müde uns das immer wieder aufs Anschaulichste unters gepuderte Näschen zu rubbeln. Gerade in der Werbung scheint Sexismus nahezu allgegenwärtig. Während sich der Dieter im schnieken Anzug nämlich durchaus Respekt verschafft, muss Gisela im knappen Höschen um Anerkennung betteln und das ist eben doch, entgegen der offensichtlichen Meinung der Medien, tatsächlich ziemlich #ungeil! Das finden auch die Initiatorinnen der #WomenNotObjects-Kampagne, die derzeit samt sehenswertem Filmchen durchs Netz schwirrt.

Ja nee, wir erniedrigen uns gerne für einen Drink, wandern als Amazonenrudel im Schlüpfer durch die Wildnis und lüften für jeden, der nett fragt, mal das Röckchen – Die sarkastischen Kommentare der Protagonistinnen nehmen die Werbeanzeigen bekannter Marken mit scharfer Zunge auf die Schippe und entlarven all den sexistischen Bullshit, der da tagtäglich in der schönen bunten Werbewelt fabriziert wird. So wird etwa eine äußerst zweideutige Ad von Burger King mit einem zynischen „Ich liebe es, Bürgern Blowjobs zu geben“ kommentiert und Tom Fords Reklame für einen Herrenduft, auf der eine nackte Dame ihren Schritt präsentiert, der lediglich von einem Parfumflakon bedeckt wird, bekommt mit „Der Schlüssel zu meinem Herzen? Ein Mann, der nach Vagina riecht“ sein Fett weg. Ja, es macht den Anschein mit einem prallen Dekolletee ließe sich wirklich alles an den MANN bringen. Dass damit aber nicht nur irgendein Model auf einem Plakat zum willenlosen Lustobjekt gestempelt wird, sondern das Theater für jede Frau – auch Mama, Schwester, Tochter und Co. – irgendwie ziemlich beschämend und erniedrigend ist, sollte hoffentlich auch dem einen oder anderen Obermacho zu denken geben. Von uns gibt es jedenfalls zwei erhoben Däumchen für den Clip. In diesem Sinne: We are #WomenNotObjects!

Beitragsbild via Screenshot YouTube.

Anna

#PowerPuffGirl mit ausgeprägten Hang zur Lebensfreude, hat Hummeln im Po und Flausen im Kopf. #Schnackerperle #Bullshitqueen #AusDerReiheTänzerin #Piratenprinzessin Mehr über Anna

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#HauRaus!

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