#TheDailyWTF – Urban Outfitters: College-Shirt des Grauens

Das tägliche Kopfschütteln geht wieder los. Heute im Visier der ungläubig dreinschauenden Augen: Urban Outfitters. Das US-amerikanische Label hat mit dem Design eines Vintage-Shirts einen ziemlichen Shitstorm losgetreten. Ein Sweatshirt – Was kann man da schon falsch machen? Einiges!

Mit einem rosa College-Sweater, das – ganz im Vintage-Style – Abnutzungen, Verfärbungen und Co mit sich bringt, könnten die Kreativen bei Urban Outfitters eigentlich den modischen Nerv ihrer Kunden treffen, wären da nicht ein paar Details, die aus dem vermeintlich hippen Shirt ein absolutes No-Go machen.

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Aber worum geht es? Die Details von denen ich spreche sind ziemlich makaber und es ist unbegreiflich, dass dieses Shirt so auf den Markt kam. Angefangen bei der Wahl des Colleges, dessen Name für den Aufdruck des Shirts herhalten musste, über die Farbwahl der Destroyed-Details sowie die gezielten Abnutzungen in Form von Löchern, hat man sich beim Designen von einem Fettnäpfchen ins nächste gesetzt.

Das Shirt zeigt das Logo der Kent State University. Über diese verteilen sich viele rote Flecken, die wie Blutspritzer aussehen, sowie einige Löcher, die bizarr an Einschusslöcher erinnern. Das Makabere: Dieses Shirt weckt furchtbare Erinnerungen, denn am 04.05.1970 wurden vier Studenten auf eben diesem Uni-Gelände der Kent State von Einsatzkräften der Nationalgarde erschossen und neun weitere schwer verletzt, als sie sich mit Kommilitonen zu einer friedlichen Demonstration gegen den Vietnamkrieg versammelten.

Zufall, Unwissenheit, gezielte Provokation? Der Shitstorm im Netz zeigt Unverständnis für Urban Outfitters und kurz nachdem die ersten Kommentare in diversen Sozialen Netzwerken gepostet wurden, nahmen die Verantwortlichen das Shirt aus dem Verkauf bzw. bezeichneten es im Shop als „ausverkauft“. Später gab es eine kurze Entschuldigung auf Twitter.

Dass dieses Shirt nicht die erste und sicher auch nicht die letzte grenzwertige Aktion des Labes ist, dürfte wohl allen klar sein, die ihr Auge ein wenig auf das Unternehmen gerichtet haben. Bereits in der Vergangenheit erhitzte Urban Outfitters die Gemüter, als es Shirts mit einem „Judenstern“ ähnlichem Motiv oder einer Farbbezeichnung, die allen Ernstes „Obama-Schwarz“ hieß, in seinem Online-Shop präsentierte. Auch Shirts mit dem Aufdrucken „Eat less“ oder „Depressed“ werden gezielt zur Provokation genutzt. Auch schlechte Publicity ist eben Publicity! Wir und alle, die den Kopf ab und an mal einschalten, finden das Shirt wirklich daneben und würden uns wünschen, dass gerade Unternehmen, deren Zielgruppe junge Menschen sind, sich einfach einmal ihrer Vorbild- und Präge-Funktion bewusst werden und auf solch makabere und wirklich abstoßende Werbemaßnahmen verzichten.

Alle Bilder sind Screenshots von twitter.com/NYMag

Josephine

#Superfrollein, bereit jeden Tag das Glück zu suchen, Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen. #Girlboss #Herzmädchen #Wortakrobatin #Chillerperle Mehr über Josephine

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