#TheDailyWTF – Seriously: Beauty-Wahn in Hollywood

Ich gebe ja zu, ich liebe verrückte News aus Hollywood – ganz besonders, wenn es um die teils skurrilen Beauty-Rituale unserer VIPs geht. Hat sich Halle Berry gestern 2 Gramm Fett an den Oberschenkeln absaugen lassen? Ich wüsste es. Hat der Beauty Doc bei Madonna mit Botox die Mimik weggespritzt? Ich hätte es schon gesehen. Ließ sich Melanie Griffith mal wieder ihr „Schlauchboot“ aufpumpen, um noch heißere Küsse mit ihrem Antonio austauschen zu können? – Leute, mir macht in Sachen Nip-Tuc-News keiner was vor!

Und weil das so ist, kenne ich auch viele verrückte Schönheitstrends, bei denen Ihr sicherlich den Kopf schüttelt und denkt, „Das hat sie sich doch gerade ausgedacht!“ Aber nein, in Hollywood ist alles möglich, sobald man das nötige Kleingeld parat hat.

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Ich habe für Euch einmal die absurdesten Beauty-Trends zusammengefasst – und eins kann ich vorab schon verraten: Es gibt bei den amerikanischen Ladies neben Bauch, Beinen und Po noch jede Menge andere Baustellen.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie der Nase, dem Kinn und den Wangenknochen, denen die Schönheitschirurgen ja auch hierzulande mit Hammer und Meißel den perfekten Schliff verleihen, kommen in Hollywood auch an anderen Körperteilen die verschiedensten Geräte zum rabiaten Einsatz.

“Cinderella“ – Bereit für den gläsernen Schuh?

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Fangen wir doch mal ganz unten an: Was ist unser Frauen liebstes Accessoire – na klar, die Schuhe. Und weil High Heels, Pumps & Co mit der Mode immer spitzer, höher und immer noch einen Tick schmaler als in der letzten Saison werden, hat man erkannt, dass der Fuß sich eben an den Schuh anpassen muss. Weil wir aber nicht auf die Evolution warten wollen, bei der sich in 1000 Jahren vielleicht endlich die schmalfüßigen Gene durchgesetzt haben könnten, kommen eben Skalpell und die fleißigen Hände des Beauty-Schnibblers zur Hilfe.

Angefangen wird fast schon harmlos: Botox-Injektionen in die Fußsohlen, die nicht nur das Problem Schweißfuß in wohlriechende Luft auflösen, sondern auch schmerzunempfindlicher machen, sind Gang und Gäbe. Einmal Augen zu und durch, schon sind die 15-Zentimeter Hacken, zumindest in der Glitzerwelt der Stars und Sternchen, alltagstauglich. Hilft auch das Botox nicht mehr, greifen viele Damen neuerdings auch auf Eigenfett zurück – praktisch eigentlich, wenn das Fett vom vermeintlichen Doppelkinn noch Verwendung findet.

Dieses weiche Extrapolster dient auch der Entlastung der ansonsten knochigen Füßchen, die eine Hollywood-Dame standesgemäß nunmal hat, und machen das Laufen in den Heels deutlich angenehmer.

Doch Botox und Fett sind auch kein Zaubermittel. Wenn der Fuß mal wieder einfach nicht in die neuen spitzen Hacken passen will, weil er in der Breite einfach die Form oder die Riemchen sprengt, muss frau eben tun, was zu tun ist. Was nicht passt, wird passend gemacht – Mission „Cinderella“! Heels in die Tasche gepackt und ab geht´s – aber nicht zum Schuster, der den Schuh weiten soll, nein, zum Beauty-Doc geht die Reise. Richtig gehört: In L.A. macht doch tatsächlich gerade ein Trend die Runde, bei dem sich schuhverrückte Ladies den eigenen Fuß an den Lieblingsschuh anpassen lassen. Der kleine Zeh ist im Weg? Kein Problem, weg damit. Schnipp, schnapp, schon passt der Schuh und obendrein hat man auch noch 50 Gramm abgespeckt. Dem Traumgewicht schon wieder näher… Wer nicht den ganzen Zeh opfern will, lässt sich bei der sogenannten „Perfect 10“ Behandlung dann eben nur den ungeliebten Zeh kürzen oder richten. Yay, der Sommer kann kommen…

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Diesmal keine “Cinderella” – Julianne Moore und ihr viel diskutierter Fuß-Fauxpas.

Das Kinn ist der neue Busen!

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Im vergangenen Jahr ließ sich in den USA ein wahrer Trend in Sachen Implantate im Kinnbereich erkennen. Der „chin job“ erlebte einen echten Boom und die Schönen und Reichen müssen fortan nicht mehr mit einem Normalo-Kinn herumlaufen. Attraktiv ist, wenn das Kinn hart, straff und energisch wirkt – hört sich irgendwie kämpferisch an. Und weil die emanzipierte Frau natürlich auch eine Amazone sein und den Männern weder in Sachen Kampfgeist noch in Karriere-Dingen nachstehen will, ist dieses energische Kinn bei beiden Geschlechtern gleichermaßen gefragt.

Apropos Karriere: Die American Society of Plastic Surgery berichtete unlängst, dass das Kinn auch im Berufsleben einen deutlich höheren Stellenwert eingenommen hat, als so manch einer von uns denken mag. In Zeiten von Skype, Face-Time & Co, in der die Video-Kommunikation schnöde Telefonkonferenzen abgelöst hat, liegt der Augenmerk der Geschäftspartner eben verstärkt auf dem Gesicht. Dass ein Kinn, dessen Hautlappen bei jeder Bewegung des Gegenübers im Bild herumwedeln oder das gar so minimalistisch ausgeprägt ist, dass es fast schon nach innen in den Kiefer verschwindet, da natürlich über „Deal or No Deal“ entscheidet, ist absolut nachvollziehbar. Also ab zum Onkel Doktor und weg mit dem Karriere-Killer.

Über die Knie, die auch schon wieder ein Lifting vertragen, die Oberschenkel und Hüften, wo auch noch mal fleißig abgesaugt werden sollte, den Bauch, der vor sowie nach – und ich bin mir sicher, da hat schon mal die eine oder andere den Schnibbler Ihres Vertrauens vorsorglich um Rat gefragt, während – der geplanten Schwangerschaft auf Size Zero gestrafft werden sollte und den ungeliebten „Winke-Armen“, die doch bitte mittels Brachioplastik von überflüssiger Schlabberhaut entfernt werden sollen, gelangen wir zum Gesicht.

Dass da auch an Einigem rumgedoktert wird, was das Zeug hält, ist ja unlängst bekannt. Nasenkorrektur, Lippen aufspritzen & Co haben sogar in den kleinsten Dörfern Einzug gehalten und locken uns kein „Uiii, was hat die denn gemacht?“ mehr hervor. Interessanter wird es dann schon in Sachen Implantate.

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Heiß begehrt: Ein Kinn, wie das von von Keira Knightley oder Halle Berry!

Aber nicht nur bei den Aussichten auf eine Beförderung ist ein optimales und vor allem energisches Kinn das A&O. Auch im Privatleben spielt das Kinn neuerdings die Hauptrolle. „Wir sehen uns mittlerweile überall Kameras ausgesetzt. Sie können an einem Party-Buffet stehen und nur ein paar Minuten später sehen Sie Ihr Doppelkinn auf Facebook.“, erklärte erst vor Kurzem Dr. Darrick Anteil, plastischer Chirurg an der Columbia University. Und weil das Internet nie vergisst, lassen wir jetzt entweder in der Mittagspause einen „chin job“ vornehmen oder löschen unseren Facebook-Account, damit wir das doppelte Elend – Wabbel-Kinn und das hemmungslose Zuschlagen bei den leckeren Häppchen – nicht auch noch ansehen müssen.

Welcome Tech Neck

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Hat sich der berufliche Erfolg endlich eingestellt, lässt auch das nächste Beauty-Problem nicht mehr lange auf sich warten. Tech Neck – nein nicht der Tech Nick aus dem Saturn Werbespot – eine wirklich grauenvolle Erscheinung unserer Zeit. Noch nicht gehört – ich erkläre es Euch.

Durch das ständige „Nach unten schauen“ auf dem Computer, das Tablett oder das Handy, entwickelt sich langsam aber sicher eine fiese Falte im Kopf-Hals Bereich. Ja, jetzt fällt sie auch Euch im Spiegel auf, oder? Typische Syndrome eines Tech Necks sind Traurigkeit, schwindendes Selbstbewusstsein und Rückzug aus dem sozialen Leben. Der Weg von Zuhause zur Arbeit und zurück wird zum Spießrutenlauf, der Rollkragenpulli zur Uniform… Und weil sich Betroffene verstärkt in den eigenen Wänden aufhalten und ihre Kontakte fast ausschließlich über die sozialen Netzwerke aufrechterhalten – und das vornehmlich übers Smartphone gebeugt – entwickelt sich das Problem Tech Neck zu einer teuflischen Spirale, die nicht zu stoppen ist. Experten raten, bei den ersten sich festsetzenden Linien am Hals zum sofortigen Einnehmen der Selfie Stellung. Wie die geht: Handy in die Hand, Arm vorzugsweise leicht erhöht über dem Kopf nach vorne strecken, das Kinn energisch emporrecken und am besten so verharren…

Wer jedoch zu einer Berufsgruppe gehört, die beide Hände einsetzen muss, um das Arbeitsziel zu erreichen, und das Kind – hat man eine bestimmte Position im Unternehmen erreicht – ja eh schon in den Brunnen gefallen ist, der kann sich entweder für ein Arbeiten ohne Schreibtischstuhl entscheiden, oder sich mittels Laser oder auch Hautstraffung durch ein Lifting der Falten entledigen. Und danach gibt´s gleich ein „Faltenfrei-Selfie“ aus dem Krankenhaus für die FB Freunde… natürlich per Smartphone.

Facebook ist Dein Freund

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Und weil wir schon bei Facebook & Co angelangt sind, kommen wir auch gleich zum nächsten Thema. Denn Soziale Netzwerke sind nicht für jeden von uns – zumindest wenn die Optik nicht mitspielt – geeignet. So zumindest sehen es einige Amerikaner. In einem Artikel las ich neulich, dass es ganze TV Formate gibt, die sich dem Thema „Das perfekte Selfie“ widmen – denn dieses ist, zumindest laut diverser TV-Experten, die Eintrittskarte in die soziale Welt. Da Facebook, Twitter und Instagram unsere neue Form der Kommunikation, des Mitteilens und Austauschens sind und uns die Möglichkeit gibt, Nachrichten und Bilder im Sekundenbruchteil mit allen Freunden rund um die Welt zu teilen, muss natürlich auch da noch einmal ordentlich nachgeholfen werden. Klar, unzählige Apps auf unseren Smartphones sorgen bereits für die perfekte Belichtung, eine schmalere Silhouette und ein optimiertes Hautbild, aber wozu „photoshoppen“, wenn man sich auch im echten Leben wie mit einem Weichzeichner die Fältchen entfernen, die Nase richten und die Augen per Lidstraffung zum Strahlen bringen lassen kann?

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Die VIPs haben nicht nur raus, wie das perfekte Selfie geht, sondern auch das perfekte Selfie-Face!

Die Amerikanerin Triana Lavey investierte in den vergangenen Monaten rund 15.000 Dollar, um jeden Tag wie eine gephotoshoppete Version von sich selbst auszusehen. Mit ihrem Nose- und Chin-Job, Botox und Fett-Unterspritzungen legte Tirana aber nur eine eher unmotivierte Variante der Selfie-Optimierung hin, denn wem das Selfie im Fitnessstudio, auf der Autobahn und beim Essen wirklich wichtig ist, der sorgt zumindest noch mit einem Augenbrauen-Lifting, bei dem am besten auch gleich die 1999 zu exzessiv gezupften Brauen ersetzt werden, und einem chemischen Peeling für den perfekten Look.

Und hier noch ein kleines Video zum Thema Selfies:

Voice Lift

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Hat man also den optischen Zeichen der Zeit den Garaus gemacht, hüllt man sich wohl lieber in Schweigen – aber nicht, um sein Beauty-Geheimnis aus Versehen auszuplaudern, sondern um sein wahres Alter keinesfalls durch die Veränderung der Stimme preiszugeben. Hä? Wie bitte? Richtig gehört. Denn die nächste Problemzone, wenn man den Rest schon ordentlich bearbeitet und restauriert hat, sind die Stimmbänder. Voice-Liftings nennen das die Experten. Bei dem Eingriff, wird der Erschlaffung der müden Stimmbänder mit Hyaloronsäure, Eigenfett oder sogar einem kleinen Calcium Hydroxylapatit Implantat entgegengewirkt. Hell und jung soll die Stimme nach der Behandlung klingen und keinen Hinweis auf das biologische Alter geben. Wäre ja auch blöd, wenn man glatt gebügelt neben dem Liebsten erwacht und ihn mit der kratzigen Stimme einer 70-jährigen Kettenraucherin ein „Guten Morgen Schatz!“ ins Ohr haucht…

Hand – Lift

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Nach dem romantischen Aufwachen und einem feminin dahin gezwitscherten „Good morning, Honey!“ ist der Weg zum nächsten persönlichen Highlight nicht mehr weit.

Wo hierzulande eher im Privaten über Themen wie Familienplanung und Hochzeit nachgedacht wird, ist vor allem in den USA die Verlobung ein echter Akt. Neben riesigen Klunkern, großen wortträchtigen Schwüren und wenn möglich eines öffentlichen „Willst Du mich heiraten?“ Szenarios, ist auch das Verlobungsphoto eine Sache für sich.

Und weil das Bild der frisch Verlobten auf Ewig seinen Platz auf dem Kamin und im Netz finden wird, sollte natürlich auch dafür alles, wirklich alles, perfekt sein. Wer jetzt an Haare, Outfit & Co denkt, der irrt. Nein, meine Lieben, es geht um die Hand.

Weil nicht jede Bald-Verlobte 22 Jahre jung ist, sind auch die Hände vieler Bräute in spe vom Alter gezeichnet. Im Laufe der Zeit erschlafft die Haut um die zarten Fingerchen zunehmend und auch das Fett wird nach und nach abgebaut. Das Ende vom Lied: Falten und Adern! Weil wir aber gleich zu Anfang gelernt haben, dass man nur das nötige Kleingeld und einen geschäftstüchtigen Beauty Doc braucht, um jedes Problem in den Griff zu bekommen, gibts natürlich auch etwas für die Heiratswilligen unter Euch.

Juvéderm nennt sich das Zaubermittel. Einmal unterspritzt, hält es die Hände bis zu 9 Monaten jugendlich und frisch. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl für den Liebsten ist…

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Einmal “huiii”, einmal “pfuiii”. Madonnas sehnige Hände können mit jugendlichen Fingerchen nicht mehr mithalten. Ihre Lösung: Handschuhe statt Hand-Lift.

Und wenn der eine oder andere jetzt denkt: Wir Frauen, wir spinnen doch alle irgendwie, kann ich Euch beruhigen. Die Recherche läuft bereits und im nächsten Artikel gibt´s dann brühwarm die Beauty-Geheimnisse der Männer serviert. :)

Bilder via GettyImages.de.

Josephine

#Superfrollein, bereit jeden Tag das Glück zu suchen, Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen. #Girlboss #Herzmädchen #Wortakrobatin #Chillerperle Mehr über Josephine

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