#TheDailyWTF – Neue Filiale in Dresden eröffnet: Primark ruft und keiner kommt!

Teenies im Kaufrausch, vollgestopfte Einkaufstaschen, Wühltische und lange Schlangen an den Kassen und noch viel längere vor den Umkleidekabinen: Diese Szenen sind Alltag in den Filialen des Super-Discounters Primark. Wenn dann auch noch eine neue – und von vielen heißersehnte – Filiale eröffnet, dann erleben die Einkaufsmeilen einen Ausnahmezustand, der seines Gleichen sucht.

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Genau darauf hatten sich die verantwortlichen der neuen Primak-Filiale in Dresden heute morgen eingestellt. Sicherheitszäune – vor und in der Centrum Galerie in der Prager Straße -, jede Menge Sicherheitspersonal, das auf einen Ansturm von tausenden kaufwütigen Teens vorbereitet war, und natürlich der ein oder andere Medien-Vertreter, der über das Spektakel live vor Ort berichten sollte, standen bereit, als der neue Shopping-Tempel seine Pforten öffnete. Doch irgendetwas fehlte! Wo waren die erwarteten Massen, die dem Discounter die Ware buchstäblich aus den Regalen zerren würden? Wo das erwartete Chaos an den Kassen? Wo die rot-köpfigen, vor Glück hyperventilierenden Teenies, die mit letzter Kraft ihre 10 braunen Papier-Tüten aus dem Laden schleppen würden? Alles das, was die gewohnte „Schnapp dir das Teil! Jetzt! Sofort! Es ist billig! Primark-Atmosphäre“ ausmacht, fehlte heute Morgen.

Der erwartete Ansturm von 20.000 Kunden blieb aus. Und auch die, wie vor Kurzem in anderen Städten gesichteten Camper, die schon eine Nacht vor der Eröffnung der Filialen ihren Platz in der ersten Schnäppchen-Reihe verteidigten, fehlten. Stattdessen stand ein nur trauriges kleines Grüppchen mit gezücktem Portemonnaie vor den Toren des Discounters, um nach deren Öffnung einsam durch die Gänge zu streifen.

Was war schief gelaufen? Lag es an der falschen Wahl des Datums, einem Wochentag? Der Uhrzeit – Teenies gehen frühs ja bekanntlich zur Schule? Den Demonstranten vor dem Zentrum, die mit verschiedenen Aktionen gegen den Discounter wetterten? Den kritischen Berichterstattungen über Billigmode und die Bedingungen unten denen diese produziert werden? Alles das hat in der Vergangenheit ja auch keinen Schnäppchen-Liebhaber davon abgehalten, seiner Kauflust nachzugehen….Man weiß es nicht.

Woran es auch lag, Primark ist und bleibt sicher ein Mekka für alle, die 2,50 Euro für ein Shirt für einen fairen Preis halten. Wir würden uns jedoch freuen, wenn auch der ein oder andere, der jetzt gerade denkt ‚Uii, Primark! Da könnte ich heute nachmittag ja auch mal vorbei schauen.‘ einfach mal ein Stückchen weiter denkt und sich – abgesehen von den widrigen Bedingungen, die bei der Herstellung von Kleingeld-Mode eben Gang und Gäbe sind – auch mal lieber im Kaufrausch zurückhält und eher ein qualitativ hochwertigeres Stück (es muss ja kein Designerteil sein – und ja, wir wissen, dass auch in deren Produktionskette nicht immer alles tipptopp ist) kauft, statt sich den Kleiderschrank mit Mode voll zu müllen, die schon beim zweiten Tragen auseinander fällt. Denn mehr kann man eben bei 2,50 Euro nicht erwarten, das wissen wir doch alle!

Bild via GettyImages.de.

Josephine

#Superfrollein, bereit jeden Tag das Glück zu suchen, Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen. #Girlboss #Herzmädchen #Wortakrobatin #Chillerperle Mehr über Josephine

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