#LassMaSchnacken – Maria Fey, Stylistin bei Kisura.de

Kisura, dieses Wort stammt aus dem Swahili und bedeutet soviel wie „zauberhaft schöne Frau“. Weil in jeder von uns diese zauberhafte, schöne Frau steckt, hat es sich ein Berliner Startup zur Aufgabe gemacht, zaghaften, modisch eher unentschlossenen und unsicheren Frauen ein wenig unter die Arme zu greifen und diese vorhandene Schönheit, mit ein klein bisschen modischer Unterstützung sowie einer großen Portion an neu gewonnenem und manchmal auch wiederentdecktem Selbstbewusstsein, herauszukitzeln.

Anonymes Online-Shopping trifft auf eine persönliche Beratung. Letztere finden wir ja heutzutage leider auch schon in den meisten Einkaufsmeilen nicht mehr. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Frauen modisch konsequent zurückhalten, das Vertrauen in den eigenen Modemut und den Blick für das richtige Styling verloren haben. Viel zu oft propagieren uns die Medien, dass wir dies oder jenes tragen und doch bitte auch den passenden Size-Zero Body gleich mitbringen sollen. Die Realität sieht jedoch bei den meisten Frauen anders aus. Uns beschäftigt nicht ausschließlich der neueste Schrei in Sachen Party-Dresses oder wie der perfekte Auftritt auf dem Roten Teppich gelingt. Unsere Garderobe muss viel profaneren Gelegenheiten standhalten. Wir suchen nach dem perfekten Look fürs Büro, eine tolle Kombination für die Geburtstagsfeier der Mutter oder einem alltagstauglichen Style, der unsere Vorzüge unterstreicht und unsere kleinen Makel kaschiert. Und genau hier setzt Kisura an.

Persönliche Shopping-Beraterinnen nehmen die Kundin virtuell an die Hand und erfahren per Telefon oder Video-Chat mehr über deren Wünsche, den Anlass für einen neuen Look oder die Ziele, die sie durch ein perfektes Outfit unterstützt erreichen wollen. Stylisten wie Maria Fey sind dann genau der richtige Ansprechpartner. Mit den Erfahrungen, die alle Kisura-Stylisten über mehrere Jahre in der Textil-Branche gesammelt haben, können sie der Kundin eine tolle Auswahl an Kleidungsstücken und Looks zusammenstellen und so dem verlorenen Modemut einen neuen Anreiz geben – mal um etwas Neues auszuprobieren, mal um etwas zu riskieren und manchmal auch um den eingefahren Style einfach nur ein bisschen Pepp zu verpassen.

Wir haben uns einmal mit Maria Fey unterhalten. Sie ist seit März 2014 als Stylistin bei Kisura Anlaufstelle für viele Frauen. Sie erzählt uns von den Wünschen der Kundinnen, warum Kisura so erfolgreich ist und was sie als Expertin allen Frauen rät, die sich im Modedschungel verloren fühlen.

Maria, die Stylistin

Kisura feierte dieses Jahr das einjährige Bestehen – und blickt damit auch auf ein sehr erfolgreiches erstes Jahr zurück. Welche Geschichten und Kundinnen sind Dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist und mich auch immer wieder aufs Neue berührt, sind Kundinnen, die uns nach der Beratung Dankesworte und sogar handgeschriebene Briefe schicken. Eine besonders zufriedene Kundin hat mir sogar Pralinen geschickt. Das war so süß, weil man dann wirklich merkt, wie dankbar die Kunden sind und was Kleidung wirklich in ihrem Leben verändern kann. Wenn sie dann wieder bestellen und man das Feedback bekommt, dass man den Geschmack immer wieder trifft und die Kundinnen unseren Rat annehmen, dann ist das ein wirklich schönes Gefühl, das lange anhält.

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Hast Du auch eine besonders skurrile Geschichte parat? Ich denke da an Kundinnen, die eine völlig falsche Selbsteinschätzung hatten oder die sich einen Look wünschten, der ihnen nicht entsprach.

Extreme Geschichten habe ich jetzt nicht auf Lager. Es gibt aber natürlich immer wieder Kundinnen, die etwas wollen, was beispielsweise nicht so gut zu ihrem Typ passt. Ich hatte beispielsweise eine Kundin, die über 50 war, die gerne wie Nena aussehen wollte. Im Grunde ja ok, aber sie wollte den Neon-Trend ausprobieren, also Nena in den 80ern. Das war natürlich schwierig. Man muss dann vorsichtig vorgehen, denn wir als Stylisten wollen die Leute nicht verkleiden, sondern typgerechte Looks zusammenstellen. Ich habe ihr dann verschiedene Wege gezeigt, wie sie Nenas Look und einzelne Elemente des Neon-Trends so verbinden kann, dass es zu ihr und ihrer Persönlichkeit passt – und der Look kam gut an. 

Wie kann man als Stylistin dafür sorgen, dass sich eine Kundin nicht in einer Wunschvorstellung verliert, sondern sich selbst in einem neuen Look wiederfindet? 

Grundsätzlich ist bei der Beratung das persönliche Gespräch sehr wichtig. Egal ob am Telefon oder über Skype, man muss die Kundin einfach erst einmal kennenlernen und herausfinden, was sie will. Außerdem ist es dann auch einfacher mit der Kundin eine Vertrauensbasis aufzubauen. Denn erst wenn auch sie merkt, dass wir die Experten sind und wissen, was wir da tun, kann auch sie sich auf die Beratung und unsere Empfehlungen einlassen. Ist diese Basis geschaffen, nehmen die Kundinnen unsere Vorschläge meist sehr gerne und dankbar an. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn man ein klein bisschen von dem Look, den sie im Kopf hatten, abweicht. Am Ende zählt für die Kundin das Ergebnis.

Ist gerade für diese sensible Beratung das persönliche Kommunizieren per Telefon und, wie Ihr seit diesem Jahr auch anbietet, per Video-Chat die bessere Lösung, als die Beratung per Mail? Welche Form der Beratung ist Dir persönlich lieber?

Ja, das persönliche Gespräch ist eigentlich die beste Lösung. Gerade weil man flexibel nachfragen und auch mal nachhaken kann und eben, wie gerade schon gesagt, eine Vertrautheit geschaffen wird. Das ist auch unseren Kundinnen sehr wichtig, denn die Anonymität im Internet verursacht eine Unsicherheit. Ich bin aber auch ein großer Fan vom Video-Chat. Da kann man die Kundin noch einmal ganz anders erleben. Man sieht sie, sieht wie sie gestikuliert und auch ihre Mimik. Man kann sie mal bitten aufzustehen, damit man die Figur besser erkennt. Das ist alles wichtig, um einen Look zu kreieren. Beim Video-Chat kann man aber zum Beispiel auch mal einen Blick in den Kleiderschrank der Kundin werfen. Da sieht man, auf welche Basics man aufbauen kann, in welche Richtung man gehen kann oder wie man auch mal etwas Schwung in den bestehenden Inhalt bringt. 

Und welche Form der Beratung nehmen Eure Kundinnen lieber an? Der Schritt aus der anonymen Internetwelt in die tatsächliche Kommunikation und den Austausch mit erfahrenen Stylisten ist sicher für die eine oder andere noch mal eine gewisse Hürde.

Gerade in letzter Zeit nehmen unsere Kundinnen auch sehr gerne den Video-Chat an. Das liegt aber nicht nur an der Gewöhnung der Kunden an diese Art der Kommunikation im Internet sondern auch an der Bekanntheit, die Kisura nun schon erreicht hat. Sicher, es gibt auch Kundinnen, die nicht viele Informationen von sich hochladen wollen, aber dann müssen wir eben aus den Gesprächen so viele Details wie möglich herausfiltern, um eine typgerechte Beratung zu gewährleisten.

Außerdem sind die Kundinnen, die partout keine Bilder oder Informationen von sich preisgeben wollen, die typischen anonymen Internetkäufer. Unser Service richtet sich ja an die Kunden, die beraten werden wollen und dazu auch gerne ein bisschen etwas über sich erzählen. Unser Service ähnelt dem von gut geführten Fachgeschäften, geht also über den Verkauf weit hinaus. Bei uns steht eben die persönliche Beratung im Mittelpunkt und dazu müssen wir den Kunden kennenlernen. Diese ortsunabhängige Beratung zieht auch noch einmal eine neue Gruppe an Kunden ins Internet, die vorher eher offline gekauft hätte.

You. Are. Beautiful.

Euer Motto ist wie eine Liebeserklärung an alle Frauen dieser Welt. Damit trefft Ihr genau den Nerv der Zeit, denn wir alle wissen, dass unsere idealisierten Wunschvorstellungen von Frauen mit 90-60-90 oder gar den Size Zero Model-Maßen bei 99% der Frauen nicht der Realität entsprechen. Und wir alle wollen uns schön fühlen – so wie wir sind.

Was macht für Dich die Schönheit einer Frau aus? Und was kannst Du tun, um diese zu unterstreichen?

Unser Motto lautet ja auch: Es gibt keine Problemzonen, sondern nur die falsche Kleidung. Ich persönlich finde, dass die Persönlichkeit einer Frau ihre wahre Schönheit zur Geltung bringt. Wenn man diese und die Vorzüge, die jede Frau mit sich bringt, seien es tolle leuchtenden Augen oder ein strahlender Teint etc., durch einen Look unterstreicht und die Frau sich in ihrer Kleidung wohl fühlt und das auch ausstrahlt, dann ist jede Frau schön. Das herauszukitzeln ist das, was unseren Beruf als Stylisten so spannend macht.

Ist die persönliche Beratung bei manchen Kunden auch ein bisschen Therapie? 

Ja, ein bisschen. Wir haben immer mal wieder Kundinnen, die sich einfach nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlen. Sei es eine neue Lebensphase, mit der sie sich abfinden müssen, Veränderungen am Körper, was auch immer… Wenn wir hören, die Frauen trauen sich kaum mehr auf die Straße, weil das Selbstbewusstsein so schwach ist, dann muss man als Stylistin auch ein wenig Therapie leisten.

Wer zählt zu Euren Kundinnen? Und mit welchen Wünschen kommen die Kundinnen auf Euch zu? Ich schätze die Bandbreite von „Ich suche ein Outfit für einen speziellen Anlass“, „Ich brauche eine neue Garderobe für einen neuen Job“ und „Ich möchte mich generell neu erfinden!“ ist riesig…

Generell kommen Kundinnen jeden Alters zu uns. Von jungen Mädchen, die zum Beispiel ein Kleid für den Abiball suchen bis hin zur 70-Jährigen Dame, die an die Côte d’Azur fährt und einen Marine-Look sucht. Dann haben wir aber auch genau diese Frauen, die einen neuen Job anfangen und sich auch modetechnisch auf die neue Umgebung einlassen müssen. Neben diesen speziellen Anlässen gibt es aber auch immer wieder Frauen, die sich einfach mal wieder einen neuen Alltagslook zulegen wollen. Besonders sind das zum Beispiel Mütter, die nach der Geburt endlich die klassische Schwangerschaftsmode loswerden wollen, ohne die Zeit im Shopping-Center zu vergeuden… Es gibt also jeden Tag neue Herausforderungen, die den Job immer wieder sehr spannend machen.

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Anders als bei den Projekten „Outfittery“ oder „Modomoto“, die sich einerseits ja eh auf Männer spezialisiert haben und andererseits auf das vollkommene Mode-Vertrauen ihrer Kunden in ihre Beraterinnen setzen, haben Eure Kundinnen die Möglichkeit, sich Eure Vorschläge vorab in einen virtuellen Warenkorb anzuschauen und schon vor der Lieferung ein Feedback und weitere Wünsche zu äußern. Warum ist das bei Frauen so wichtig?

Auch bei uns gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits kann sich die Kundin ein Überraschungspaket schicken lassen, welches wir ihr nach dem Gespräch zusammenstellen. Dann gibt es bei uns auch noch die Möglichkeit, dass die Kundin sich vorab unsere Auswahl im virtuellen Showroom anschauen kann. Beide Varianten werden gleich gut angenommen. Besonders bei den Überraschungspaketen ist das Feedback sehr gut, weil die Kundinnen sich einfach mal auf etwas Neues einlassen können, was sie sich zum Beispiel im digitalen Showroom nicht unbedingt bestellt hätten. Daher raten wir unseren Kundinnen gerade am Anfang oft dazu, dieses Paket einfach mal auszuprobieren. 

Tendenziell ist es aber auch so, dass Frauen ein anderes Kaufverhalten haben als Männer. Viele wollen eben keine Überraschungen, sondern wissen bereits vorher, was sie wollen und was ihnen steht und wollen dann im virtuellen Showroom entsprechende Teile auswählen.

Der Showroom ist auch unsere Art zu sagen: Wir wollen Euch das Einkaufen nicht abnehmen. Wir wollen Frauen inspirieren, helfen und zur Seite stehen – aber nicht weil Frauen nicht gerne shoppen, das ist ja gar nicht so. Der Showroom gibt den Frauen einfach noch einmal die Möglichkeit auszuwählen und den Stylisten Feedback zu geben. Wir selbst waren damals überrascht, als die ersten Wünsche nach Überraschungspaketen kamen und finden, dass es eine wirklich tolle Alternative zur Vorauswahl im virtuellen Showroom ist, die wir unseren Kundinnen gerne anbieten.

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Wie viele Änderungswünsche gibt es durchschnittlich? Oder trefft Ihr meistens mit Euren Vorschlägen genau ins Schwarze?

Eigentlich ist das Feedback mehr als positiv. Wir haben immer wieder Kundinnen, die gerade in den Überraschungspaketen Stücke finden, die sie so nie ausgesucht hätten und dann so begeistert sind, dass sie alles behalten wollen. 

Wie viele Kundinnen bestellen nach dem ersten Versuch wieder bei Euch?

Wir haben jetzt ca. 20.000 Kundinnen, ein Drittel davon kauft regelmäßig bei uns ein. Sie werden, wenn es geht, auch immer wieder von der gleichen Stylistin beraten und fühlen sich bei uns gut aufgehoben. 

Welches Label würdest Du Frauen gerne ans Herz legen, mit dem man fast nichts falsch machen kann und mit dem Du gerne arbeitest?

Die Frage ist schwierig. Wir bieten unseren Kundinnen ja ein komplettes Styling an, nutzen dafür verschiedenste Marken. Diese stehen allerdings nicht im Vordergrund. Es geht vielmehr um Qualität, Form, Farbe und Muster, die die Vorzüge der Kundin unterstreichen. Wir achten z.B. darauf, dass die Key-Pieces des Looks hochwertig sind wie eine gut sitzende Jeans. Hier arbeiten wir beispielsweise mit den Denim-Experten Lee und Mavi zusammen.

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4 kurze Fragen:

Wer ist Deine persönliche Stilikone? Wer inspiriert Dich also privat aber auch in Deinem Job.

Ich habe keine direkte Stil-Ikone, finde aber Mira Duma sehr inspirierend. Sie ist eine erfolgreiche Frau und hat einen wunderbaren Stil. Sie verbindet den lässigen Streetstyle Look mit High-End Fashion und wirkt dabei stets sophisticated. Feminin und mutig, das macht ihren Stil so einzigartig.

Hast Du eine Lebensweisheit in Sachen Mode?

Es gibt da ein sehr treffendes Zitat von Coco Chanel: „Mode ist nichts, was nur in Kleidung existiert. Mode ist in der Luft, auf der Straße, Mode hat etwas mit Ideen zu tun, mit der Art wie wir leben, mit dem was passiert.“ Ich finde, wir müssen anfangen, Mode zu leben und zu verstehen. Meine Familie kommt aus Italien. Ich bin oft dort und immer wieder fasziniert wie locker die Frauen dort mit Mode umgehen. Sie haben keine Angst vor neuen Schnitten und gehen ganz ungezwungen an das Thema Mode heran. Das finde ich toll! In Deutschland habe ich das Gefühl, dass Frauen die Passion daran verloren haben oder sich angesichts des Überangebots überfordert fühlen. An dieser Stelle setzen wir als Stylisten an. Wir versuchen den Frauen den Druck zu nehmen und helfen ihnen in dem Überangebot genau das Richtige für sich zu finden.

Wen würdest du gerne einmal komplett umstylen?

Miley Cyrus! An sich finde ich ihren Style ganz cool, aber sie kombiniert vieles und meistens wirkt ihr Stil over the top und zu gewollt. Sie muss noch den richtigen Mix aus Trash und Eleganz finden. Ihr würde ich wirklich gerne mal ein neues Styling verpassen.

Weiß oder Schwarz?

Schwarz. Ich liebe Schwarz. Die Hälfte meines Kleiderschrankes ist schwarz. Ich finde damit sieht man immer gut angezogen aus. Auch wenn es nur eine schwarze Jeans und ein schwarzes Top sind, ist das nie verkehrt.

Alle Bilder stammen von Kisura.

Josephine

#Superfrollein, bereit jeden Tag das Glück zu suchen, Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen. #Girlboss #Herzmädchen #Wortakrobatin #Chillerperle Mehr über Josephine

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