#VOTD: Die eigene Schönheit entdecken mit den Dove Beauty Patches

Sich selbst schön zu finden und in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen, das ist an manchen Tagen schon eine ziemliche Herausforderung. Hier finden wir ein Pölsterchen zu viel, der Busen könnte dagegen gerne etwas größer sein und der Pickel auf der Nase will auch seit Ewigkeiten nicht verschwinden – überhaupt: Das Ding da mitten in meinem Gesicht ist sowieso viel zu krumm oder breit oder sonst wie nicht richtig gewachsen. Da möchten wir uns manchmal doch einfach nur die Decke über den Kopf ziehen und möglichst jeden Spiegel meiden. Und als ob es nicht reichen würde, dass wir uns ohnehin schon selbst immer extrem unter die Lupe nehmen, uns mit kläglichen Fitnessversuchen und der gefühlt 1000sten Diät selbst kasteien, suggerieren uns glamouröse Werbe-Kampagnen, auf Hochglanz gephotoshoppte Models in Modemagazinen und Hollywoodstars obendrauf auch noch, dass makellose Schönheit offenbar doch möglich ist und ausgerechnet wir wohl nur nicht laut genug „hier!“ geschrien haben. Angesichts der scheinbar mühelosen äußerlichen Perfektion der Schönen und Reichen kann dann auch das stärkste Selbstbewusstsein ins Straucheln geraten. Traurig aber wahr, gerade wir Frauen haben immer wieder mit unserem Selbstwertgefühl zu kämpfen und hadern nur all zu gern mit unserem Äußeren. Der Kosmetikhersteller Dove verfolgt deshalb seit einigen Jahren den Ansatz, Frauen weltweit dabei zu unterstützen, ihre ganz eigene Schönheit zu entdecken. So folgt nun auf „Real Beauty Sketches“ und „Camera Shy“ mit „Dove: Patches“ wieder ein Experiment, mit dem sich der Blick auf unsere eigene Schönheit verändern soll.

dove-patches-schoenheitspflaster

Der Vorläufer „Beauty Sketches“ war im Jahr 2013 das viralste Video, gewann in Cannes sogar einen Titanium Grand Prix. Nun hat sich die Unilever-Marke Dove erneut mit Ogilvy Brasilien zusammengetan und mit „Dove: Patches“ ein weiteres soziales Experiment ins Leben gerufen, das wieder einmal die Frage nach wahrer Schönheit aufwirft. Ein Thema, das wohl vor allem uns Frauen tagtäglich beschäftigt, denn laut der von der Beautybrand im Jahr 2010 in Auftrag gegebenen Studie “Global Dove Research: The Real Truth About Beauty: Revisited” fühlen sich ganze 80% der Frauen unsicher im Bezug auf ihr Äußeres, lediglich 4% empfinden sich selbst als schön – für viele wohl nicht wirklich überraschend. Während wir nämlich ständig irgendwelchen, von den Medien propagierten Schönheitsidealen nacheifern, verlieren wir ganz gerne mal den Blick dafür, wie schön wir eigentlich wirklich sind. Mit der neusten Kampagne führt uns Dove das wieder einmal äußert anschaulich vor Augen.

In Zusammenarbeit mit der renommierten US-Psychologin Dr. Ann Kearney-Cooke bat das Kosmetiklabel eine Gruppe von Frauen 15 Tage lang, 12 Stunden täglich, das sogenannte Beauty Patch RB-X zu tragen. Wie man den Teilnehmerinnen im Vorfeld erklärte, sollten die angeblich darin enthaltenen Wirkstoffe dabei helfen, sich selbst schöner, stärker und selbstbewusster zu fühlen. Ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle aus der Zeit, in der sie das Pflaster anwendeten, hielten die Frauen jeweils in einem Videotagebuch fest. Was diese allerdings nicht wussten: In Wahrheit handelt es sich bei dem angeblich revolutionären Schönheitspflaster um ein Placebo. Im Laufe der Zeit machten sich aber Veränderungen im Hinblick auf die Selbstwahrnehmung der Probandinnen bemerkbar. Sie fühlten sich glücklicher, geselliger und auch ohne Make-up selbstsicher. Es fiel ihnen leichter, Komplimente anzunehmen. Sie fühlten sich schön und ihr Selbstbewusstsein verbesserte sich Tag für Tag. Als man ihnen am Ende eröffnete, was sich wirklich hinter dem angeblichen Wundermittel verbirgt, erkannten sie, dass sie es im Grunde selbst waren, die diese Veränderungen bewirkt hatten. Die eindeutige Message hinter dem Clip: Wenn wir uns selbst wohlfühlen und mit uns im Reinen sind, strahlen wir Freude und Selbstvertrauen aus, was einen positiven Einfluss auf unser gesamtes Leben hat. Mit anderen Worten: Wahre Schönheit kommt von innen!

Der ein oder andere überkritische Medienbeobachter ist nun wahrscheinlich wieder einmal versucht den Kopf zu schütteln und mahnend zu bemerken, dass hier ein Multimillionen-Konzern mit allerlei Emotionen und überzogener Effekthascherei einmal mehr den Konsumenten zu manipulieren versucht, dass das Storytelling im Grunde dem eigenen Bestreben, nämlich mit dem Verkauf von Beautyprodukten Geld zu verdienen, widerspricht und damit unglaubwürdig wird. Denn wenn man selbst vollkommen zufrieden mit sich ist, wozu braucht man da noch Cremes und andere Mittelchen, um die eigene Schönheit zu verbessern? Ich gebe dagegen zu bedenken: Wo die eigenen wirtschaftlichen Interessen augenscheinlich in den Hintergrund treten, wird da die Kampagne nicht eigentlich noch anerkennenswerter? Und ist es letztlich nicht einfach nur mal wieder die Botschaft, die zählen sollte? Die ist nämlich absolut richtig und statt wieder einmal nur pseudointellektuell zu kritisieren, was Dove wie und wo damit vermarkten möchte, sollten wir einfach mal den Grundgedanken dahinter würdigen: „Liebe dich so wie du bist. Jeder Mensch ist schön, auf seine eigene Weise.“ Zugegeben, mit der Feststellung, dass Schönheit eine Frage der eigenen Einstellung ist, haben wir dank Dove wohl keine revolutionäre neue Erkenntnis gewonnen. Dennoch darf diese, im Hinblick auf ein absurd kränkelndes Selbstbild der Frau, in der heutigen Zeit gerne immer wieder laut und deutlich wiederholt werden. Ein Statement Unilevers dazu lautet: „Dove hält es für wichtig, dass Frauen ihre eigene Schönheit wahrnehmen, damit sie auch die nächste Generation positiv beeinflussen können.“

Daumen hoch, Dove! Solange wir nämlich immer noch nur all zu gern mit dem Finger auf das zeigen, was uns vielleicht nicht unbedingt perfekt macht, anstatt uns auf unsere Stärken und liebenswerten Seiten zu konzentrieren, braucht es eben manchmal doch Werbe-Kampagnen wie diese, um uns unsere teils ziemlich verdrehte Selbstwahrnehmung als solche erkennen zu lassen. Anstatt immerzu oberkritisch jeden noch so kleinen Makel auszumachen und unerreichbaren Schönheitsidealen hinterherzujagen, sollten wir uns lieber darauf besinnen, dass die kleinen Fältchen an Mund und Augen von jenen Momenten herrühren, in denen wir ausgelassen scherzend und lachend mit den Liebsten zusammensaßen und die paar Pfündchen zu viel von der leckeren Pasta beim Lieblingsitaliener um die Ecke, bei dem der nette Kellner immer so charmant mit uns flirtet und uns so schon so manchen Abend versüßt hat, stammen. Und wer will das schon missen?

Bild via dove.de.

Anna

#PowerPuffGirl mit ausgeprägten Hang zur Lebensfreude, hat Hummeln im Po und Flausen im Kopf. #Schnackerperle #Bullshitqueen #AusDerReiheTänzerin #Piratenprinzessin Mehr über Anna

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