#TheDailyWTF – A new kind of beauty

Was ist Schönheit? Was macht Schönheit aus? Sind es besonders lange und glatte Haare, ein schöner Mund oder die perfekt geformten Augenbrauen, die uns zu einem schönen Menschen machen? Sind es ewig lange Beine, ausgeprägte Muskeln oder muss doch einfach das Gesamtbild stimmen? Wir leben zum Glück in einer Gesellschaft, in der wir diese Frage individuell beantworten können. Jeder von uns kann sich anziehen wie er will, sich schminken wie ein bunter Papagei und in den verrücktesten Klamotten durch die Gegend laufen, wenn er nur will und sich von dem einen oder anderen schrägen Blick von der Seite nicht einschüchtern lässt. Oder man lässt es eben – je nachdem welcher Typ man ist und welchen Stil man hat. Ob nun Glam- oder Normcore, Trash-Tante oder Lady Gagas Fleischkleid – jeder Trend findet seine Liebhaber und erlaubt ist (modisch) eben alles.

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Natürlich gibt es aber nun mal viele Menschen, die mit ihrem Äußeren nicht zufrieden sind. Damit meine ich nicht diejenigen, die über die kleinen Fettpölsterchen klagen, die man sich auch mit ein bisschen Sport wieder abtrainieren kann. Vielmehr ist die Rede von Menschen, die ihre Nasen, Brüste und Co. zu groß, zu klein, zu schief oder einfach hässlich finden und sich für „die Schönheit“ freiwillig in die Hände des Chirurgen ihres Vertrauens begeben. Mit der Frage nach dieser künstlich produzierten Schönheit hat sich der Fotograf Phillip Toledano beschäftigt und unter dem Titel „A New Kind Of Beauty“ einen Bildband zu dem Thema herausgebracht. Dafür hat er Frauen und Männer fotografiert, die sich gleich mehreren Schönheitsoperationen unterzogen haben und deren Portraits skurrile Gestalten mit erschreckend straffer Haut, künstlichen Muskeln und aufgespritzten Lippen zeigen. Ebenso ganz hoch im Kurs bei den Fotomodellen stehen Eingriffe zur Vergrößerung der Brustwarzen, das Aufpolstern der Wangenknochen und Muskel-Implantate. Auch Kinn oder Nase kann man sich natürlich richten lassen und zu guter Letzt seinen Fältchen noch mit jede Menge Botox den Kampf ansagen.

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Was für ein Ergebnis bzw. welche Form von Schönheit dann dabei herauskommt, sieht man eindrucksvoll auf den Bildern des in London geborenen Fotografen, die den Betrachter – unabhängig vom eigenen Schönheitsempfinden – nicht mehr weggucken lassen. Getrieben von dem Verlangen nach dem perfekten Körper, der ewigen Jugend und der damit assoziierten Schönheit legen sich jährlich immer mehr Menschen unters Messer und nehmen sowohl die Risiken, als auch die Strapazen nach der OP billigend in Kauf. Für sich selbst und für die Schönheit. Eben diese verschiedenen Definitionen von Ästhetik und einem schönen Äußeren sind das, was Phillip Toledano an dem Thema Schönheit so faszinierend findet: „Mich interessiert, wie wir Schönheit definieren, wenn wir die Möglichkeit haben sie selbst zu gestalten. Wofür entscheiden wir uns, jetzt, wo wir die technischen Möglichkeiten dazu haben? Ist unser Empfinden für Schönheit von der gegenwärtigen Kultur geprägt? Von der Geschichte? Oder doch von der Hand eines Chirurgen? Gibt es physikalische Trends, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt variieren oder ist Schönheit zeitlos?“.

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Ob Schönheit zeitlos ist oder nicht, kann man wohl nur schwer beantworten. Obwohl sich manche Schönheitsideale inzwischen wohl durchgesetzt haben, allgemein als ein Merkmal für Schönheit gelten und so unser Schönheitsempfinden beeinflussen, sind es doch zeitlich begrenzte Trends, nach denen wir uns alle irgendwie richten oder zumindest orientieren. Während beispielsweise in der Renaissance Frauen mit einer fülligen Figur als schön galten, bewegt sich der Trend in der heutigen Zeit leider immer mehr in Richtung Size Zero.. So scheint jeder sogenannte „Trend“ – egal ob modisch oder körperlich – seine Halbwertszeit zu haben, auch wenn ich glaube, dass sich der grundlegende Anspruch nach einer gewissen Ästhetik nicht ändert.

Fest steht jedoch: Schönheit ist subjektiv.

Über Geschmack (und damit auch Schönheitsideale) lässt sich bekanntlich streiten und letztendlich hängt es nur von uns selbst ab, was wir als schön empfinden oder nicht. So kann man auch nur hoffen, dass sich die abgelichteten Damen und Herren nun selbst besser gefallen. Denn schlussendlich geht es doch nur darum, sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen; ganz unabhängig von irgendwelchen Trends und der Meinung anderer. Auch wenn ich, um ehrlich zu sein, wirklich nicht um die Frage herum komme, warum man sich freiwillig Atom-Brüste verpassen lässt ;)

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Alle Bilder stammen von gettyimages.de und mrtoledano.com.

Lisa

#Knallermiss, die das Köpfchen gern mal in den Wolken und geile Treter an den Füßen trägt. #Berlingörli #Honigkuchenperle #Modemädchen #Tagträumerin Mehr über Lisa

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